Meine Reise

2013 hat meine ganz persönliche Reise der Fotografie begonnen. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie ich dazu gekommen bin, aber auf einmal stand ich mit der Kamera meines Papas da und habe all meine Freunde und Klassenkameraden vor die Linse gezerrt. Die besagte Kamera – die 400D von Canon, für mich damals ein Geschenk Gottes – oder eben meines Papas! :) Das Objektiv war das Standardding, was man bei jedem Kauf hinterhergeworfen bekommt. Damals war auch nicht’s mit manuellem Modus und von den Fokuspunkten selber setzten noch ganz zu schweigen! Ich war glücklich mit der Ausrüstung und war froh durch die Praxis viel zu lernen. Klar habe ich auch viele Fachzeitschriften gelesen, aber von dem meisten Zeug dadrin hatte ich noch keine Ahnung und war happy mit meinen Bildern. Bildbearbeitung bestand für mich dadrin, kostenlose Filter aus dem Internet zu ziehen, die über das Bild zu legen, die ein oder andere Einstellung zu ändern und fertig. Heute graut es mir, wenn ich einige der gelbstichigen Gesichter sehe oder die zu dunkle Augen. Aber kein Meister fällt bekanntlich vom Himmel!

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2014 fing es an, aus meiner heutigen Sicht gesehen, dass sich mein Bildstil so langsam entwickelt hat. Ich habe mir stundenlang im Internet Fotos von anderen Künstlern angesehen, die ich wahnsinnig toll fand und war immer auf der Suche nach neuen Posen! Klar wollte ich am Anfang die Bilder dann immer genauso umsetzten, was natürlich totaler quatsch war und nie wirklich funktioniert hat. Aber dadurch habe ich immer mehr gelernt, welche Pose funktioniert in welcher Situation und welche nicht, wann ist das „perfekte“ Licht zum fotografieren und manchmal wurde aus einer gewollten Pose eine ganz andere, die noch besser funktioniert hat. Ich habe in diesem Jahr, und tue es immer noch, sehr viel experimentiert, gelesen, im Internet gestöbert – das gehört einfach dazu. Ich habe auch angefangen im manuellem Modus zu fotografieren und verstanden wie viele Möglichkeiten mir dadurch doch noch verborgen blieben. Außerdem habe ich studiumsbedingt Photoshop abonniert und mich dort sehr viel ausprobiert. Zu meiner Ausrüstung kam lediglich das 50mm Objektiv von Canon für 90€ dazu und ab und zu durfte ich mit der Kamera meines Freundes fotografieren, die 700D von Canon. Wenn ich mir heute die Bilder angucke, dann würde ich schon noch ein paar Kleinigkeiten verändern, aber ich bin immer noch verliebt in viele Bilder aus diesem Jahr.

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Auch 2015 durfte ich sehr viel mit der Canon 700D von meinem Freund arbeiten – vielen Dank dafür! Ich hatte sogar für ein Shooting die 60D einer lieben Freundin in der Hand und ich muss sagen, man merkt den Unterschied sofort! Irgendwann befindet man sich nunmal an einem Punkt, an dem man technisch immer auf einer Stelle tappt, aber unbedingt weiter möchte, um sich auch weiter zu entwickeln. Klar experimentiert man weiter mit den Posen, den Bildausschnitten, dem Licht, der Location und erfindet sich immer wieder ein bisschen neu, aber wenn man einmal eine klasse Kamera in der Hand hatte und den lieblichen Duft der vielen neuen Möglichkeiten geschnuppert hat, möchte man auch mehr! Deswegen spare ich gerade hart für eine neue Profikamera! Oft muss ich mir anhören, wozu ich als Hobbyfotografin eine so teure Kamera brauche und ob ich mir nicht lieber eine der weniger teuren Serien kaufen möchte, aber ich sage euch: denkt nicht einmal drüber nach! Man ärgert sich im Nachhinein nur, wieso man nicht mehr Geld ausgegeben hat, um sich gleich eine der Besten zu kaufen. Im Endeffekt wird man sich eh irgendwann die Teurere kaufen, also wieso nicht sofort!?

2015 habe ich auch gemerkt, wie toll es ist im Bildformat RAW zu fotografieren und nicht in JPG. Seitdem bearbeite ich meine Bilder auch zu 90% nur noch im „Camera RAW“ von Photoshop. Ein paar Farben ändern, den Kontrast erhöhen, die Augen hervorheben und ein paar Pickel entfernen oder einen störenden Ast weg retuschieren – mehr bearbeite ich an meinen Bildern nicht. Ich habe gelernt, durch wenige Griffe große Effekt zu erzielen und im Moment bin ich sehr zufrieden damit. Leider habe ich durch das Studium nur in meinen Semesterferien viel Zeit zu fotografieren. Umso glücklicher bin ich im Nachhinein, was meine Models und ich für große Fortschritte von Ferien zu Ferien machen. Meist muss ich mich auch auf den Boden der Tatsachen zurück holen und mir sagen, dass ich keine professionellen Models habe. Nicht, dass das schlecht ist, ich mag es wirklich sehr, aber ich denke doch oft, wenn ich nur richtige Models hätte und Handlanger und viel Money für Requisiten, dann würde ich so viel krassen Sh*t realisieren, der in meinem Kopf umherschwirrt. Wer weiß, vielleicht kommt das noch. :)

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Ja, ich weiß 2016 hat „gerade erst begonnen“, aber ich wollte euch zeigen, dass ich die Tierfotografie auch für mich entdeckt habe. Mir macht es wirklich viel Spaß, liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich Hunde- und Pferdeliebhaberin bin (so, jetzt ist es raus!). Durch Lisette (unten rechts mit ihrem Pferd Rebell) bin ich auch erst dazu gekommen, diese Reise durch meine Bilder anzutreten, denn sie hat mich sehr für meine Arbeit gelobt. Ich fotografiere sie und ihre Pferde schon seit Anfang an und da stärkt und freut es mich natürlich sehr, wenn auch sie meint, dass ich mich weiterentwickelt habe und meine Arbeiten besser geworden sind. Ich freue mich schon soooooo sehr auf den Sommer und habe viele Ideen, die ich unbedingt umsetzen möchte! Das Jahr 2016 hält bestimmt noch so einiges für mich bereit und ich renne ihm mit offenen Armen entgegen – bereit für Alles, was noch kommen mag!

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